Haarige Gedichte
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Unser Buchtipp

Abenteuer im Frisiersalon

Abenteuer im Frisiersalon
Hrsg. Ronald Henss
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-0-5

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Ganz schön haarig ...

© Gisela Segieth

Ganz schön haarig sahs dort aus
ach, was war das für ein Graus
mit all diesen schönen Damen
die in den Salon heut kamen.

Blond, brünett, schwarz und auch rot
welche Vielfalt sich dort bot
kurze Haare, lange Haare
waren keine Mangelware.

Augenbrauen, Wimperntusche
Mensch, was war ich für ne Lusche
traute ich mich kaum dort rein
fühlt mich wie ein armes Schwein.

Schöne Fraun mit langen Beinen
die von sich stets selber meinen
dass die Welt nur für sie da
weil doch so schön ist ihr Haar.

Kleine Pummel auch sehr keck
waren froh mit ihrem Speck
ja, sie lachten in die Welt
denn sie hatten genug Geld.

Zierliche mit viel Getue
ließen auch nicht mich in Ruhe
nein, sie wollten mit mir plauschen
also musst ich ihnen lauschen.

Große mit nem Riesenbusen
saßen da in ihren Blusen
die aus Seide warn sehr teuer
sie verlangten von mir Feuer.

Die da hinten lachte nett
war sie auch so flach wie n Brett
sah sie freundlich doch herüber
meine Welt wurd auch nicht trüber.

Und die Damen vom Salon
trugen fast nur nen Sarong
doch sie kamen auf mich zu
aus war es mit meiner Ruh.

Eine fragte mich sehr dreist
wie der Hund vom Nachbarn heißt
wüßt ich es, wärs jetzt nicht dumm
doch so drückte ich mich drum.

Meinte sie noch mal zu mir
ja, wieso bist du denn hier
sag, was solln wir mit dir machen
siehst du nicht wie alle lachen?

Mir wars peinlich, welch ein Graus
doch ich rückte damit raus
dass ich wollte mir nur lassen
hier polieren meine Glatzen.

Denn ich selbst war viel zu faul
da kriegte ich was aufs Maul
wurde gleich hinaus geschmissen
dass mein Kleidung ward zerrissen.

Dort geh ich nie wieder hin
denn mir steht nicht mehr der Sinn
nach Hyänen, ja, so vielen
die nicht wollen mit mir spielen.

Soll dort hin gehn wer noch will
ich bin jetzt für heute still
denn ich bin doch nicht aus Holz
nein, verletzt in meinem Stolz.

So geht man nicht mit mir um
ach, was scher ich mich darum
bin mir sicher, bin viel schöner
als aus dem Salon die Höhner.

Drum genieß ich jetzt den Tag
geh dort hin wo man mich mag
doch ich werd niemand verraten
wie herum sie auf mir traten.

Die Moral von der Geschicht
sieh dir selbst mal ins Gesicht
bevor dich zum Friseur verirrst
und die Damen nur verwirrst.

Denn wenn du ne Platte hast
was vor Freude du vergaßt
polierst sie besser selbst zu Haus
alles andre wird zum Graus!

Eingereicht am
23. September 2007

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Ein haariges Lesevergnügen


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