Haarige Gedichte
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Unser Buchtipp

Abenteuer im Frisiersalon

Abenteuer im Frisiersalon
Hrsg. Ronald Henss
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-0-5

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Zwergenalarm im Friseursalon

© Gisela Segieth

Ein Zwergenwicht noch jung an Jahren
mit wehenden, sehr langen Haaren
die pechschwarz warn und wild dazu
raubte mir gestern meine Ruh.

Er kam in den Friseursalon
und sprach: Hallo, ich heiße Phuong,
schneid mir dir Haare, mach mich fein,
denn ich will nicht alleine sein.

Ich reiß mir auf ne süße Braut
hab mir schon eine aus geschaut
die werd ich führen zum Altar
denn ach so blond ist doch ihr Haar.

Das Mädel weiß es zwar noch nicht
drum werd ich zu ihr gehen schlicht
ich lach sie an und nehm sie mit
damit erhört sie bald meine Bitt.

Dann stell ich mich den Eltern vor
so dass sie leihen mir ihr Ohr
und bitt sie um des Mädchens Hand
auch wenn sie mir sind unbekannt.

Ich bin sehr mutig, werd mich traun
dem Mädel in die Augen schaun
und führe sie gleich heim zu mir
will mit ihr doch nicht bleiben hier.

Dann gehen wir zum Standesamt
sind wir dort auch noch nicht bekannt
wo wir uns bald das „Ja-Wort“ geben
für unser zukünftiges Leben.

Sind wir dann endlich Mann und Frau
das weiß ich heute schon genau
werden wir viele Kinder kriegen
die uns lang auf der Tasche liegen.

Doch eines ist gemeinsam ihnen
es werden alles dufte Bienen
mit wunderschönem roten Haar
so wie es meine Oma war.

Und sind die Kinder endlich groß
leg ich die Hände in den Schoß
sie dürfen für mich schaffen gehn
denn Arbeit will ich nicht mehr sehn.

Ich werde lehnen mich zurück
betrachtete mir nur voller Glück
was ich mit meinem schwarzen Haar
doch wirklich für ein Glückspilz war.

Sind meine Haar dann ergraut
freue ich mich, dass ich getraut
mir eine blonde Frau zu klauen
die jetzt tut nach dem Rechten schauen.

Mit ihr hab ich mein Glück gefunden
tu ich dann aller Welt bekunden
denke zurück an den Salon
wo hübsch gemacht hast du den Phuong.

Wir alle mussten drüber lachen
welch wundersame, lustge Sachen
der junge Mann hier zu uns sprach
und dachten nicht darüber nach.

Doch dann „oh weh“ schnappte er sich
bevor ich selbst versah noch mich
vor unsern Augen meine Frau
das weiß ich jetzt noch ganz genau.

Gleich lief er weg, der Zwergenwicht
mit meiner Frau, man ahnt es nicht
und ließ uns stehen ganz allein
kann das denn wirklich Wahrheit sein?

Nein, es gab einen schrillen Ton
in meinen Ohren klangs wie Hohn
von ihm bin ich nun aufgewacht
und habe herzlich nur gelacht.

Denn die Geschichte war ein Traum
wie gut, dass es nicht gibt den Raum
wo so etwas wirklich passiert
und wo man seine Frau verliert.

Ich geb ihr schnell nen feuchten Kuss
da ich nun weiter schaffen muss
und lasse sie hier gern zurück
denn sie schenkt mir stets neues Glück!

Eingereicht am
23. September 2007

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Ein haariges Lesevergnügen


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