Haarige Gedichte
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Unser Buchtipp

Abenteuer im Frisiersalon

Abenteuer im Frisiersalon
Hrsg. Ronald Henss
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-0-5

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Deine Haare!

© Frauke Arlt

Deine schwarzen Haare sind so wunderschön.
Deine blonden Haare lassen mich verstehen.
Deine braunen Haare sind der Himmel auf Erden für mich.
Denn nur eure Haare bringen mich ins Licht.

Jede Nacht ist eine Qual, weil die Sehnsucht mich gefangen nimmt.
Jede dunkle Stunde Folter pur, weil das Lied der Trauer in mir anstimmt.
Deine Haare sind es, die mich rufen und ich kann nicht wieder stehen.
Wer auch immer du bist, ich flehe, du mögest am Tage nicht an mir vorüber gehen.
Die Sehnsucht schneidet, er Klinge gleich in mein Herz.
Doch was kann ich tun, nur Haare erlösen mich von diesem Schmerz.

Wenn die Schneide durch die Wellen ziehen wäre mein Verlangen schon gestillt.
Doch die Schreie, die euren Kehlen entströmen, machen kaputt das schöne Bild.
Die Stimmen sind es die mich das Messer an eure Hälse bringen lässt und sie entweiht für immer.
Ich bin dann so traurig und das macht meine Qual noch schlimmer.

Ich wollte doch nur an eurem Haare riechen, es drehen in meiner Hand.
Aus euren Locken sollen Träume entsprießen und mich bringen ins Heilige Land.
Nichts von dem kann geschehen, wenn der Ruf nach Hilfe dringt an mein Ohr.
Eure Stimmen können mir jeden Traum verleiden und das ist der Grund, warum jede von euch ihr Leben verlor.

In den Träumen der Haaren gefangen, wälze ich mich hin und her.
Ich möchte nicht so sein, doch jede Nacht ohne diese Tat fällt mir ach so schwer.
In euren Tränen möchte ich versinken, damit das Leid ein Ende nimmt.
Doch ich kann nur daran denken, wie es wäre, wenn die Welt der Haare mich in ihre Arme nimmt.

Mein Schmerz über euren Verlust ist unermesslich groß.
Doch nur wenn der Morgen graut und ich die Haare in der Truhe verstecke ist es mir klar, dass ist mein Los.
Eure Gesichter folgen mir, auf Schritt und Tritt, doch bin auch ich nur auf der Suche nach dem einen Glück.
Eine, die nicht schreit, nur hinhält und mir ihr Haar reicht, das wäre für mich das größte Opfer, das liebste Stück.

Wie kann ich nur denken, dass er mir widerfährt.
Die Welt ist für mich schon so verkehrt.
Doch dann warst du da, auf den Stufen des Lebens mir angezeigt.
Ich konnte nicht umhin und doch tat mir schon vor dem schneiden alles leid.
Du hieltest dein Haar für mich bereit.
Kein Laut über deine Lippen kam.
Ich sah nicht das verderben und kannte keine Scham.
Die Klinge sich in den Locken verfing.
Du nahmst es ohne Widerstand hin.
Mein Wille klein und dir alles versprochen.
Deine Unschuld hatte einen Makel,
denn deine Klinge ist in meinem Herzen gebrochen.

Eingereicht am
11. Dezember 2007

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Ein haariges Lesevergnügen


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