Haarige Geschichten
Kurzgeschichte - Haar, Haare, Frisur, Friseur, Haarfarben, blond, Blondine, Rothaarige, Glatze, Haarausfall, Bart, Rasur, Zöpfe, Locken, Dauerwellen ...

Unser Buchtipp

Abenteuer im Frisiersalon

Abenteuer im Frisiersalon
Hrsg. Ronald Henss
Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-0-5

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Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Autors.

Der Zwerg Lilipo

© Lidia Piechulek

Es war vor langer, langer Zeit. Im Zauberwald lebte ein Zwerg namens Lilipo. In den Bergen suchte er Edelsteine und Gold, machte aus denen schöne Ketten, Ringe und anderen Schmuck. Lilipo war der beste Schmied und Juwelier von allen Zwergen, die im Zauberwald lebten. Der Zwerg Lilipo war freundlich, witzig und fleißig, aber er war der kleinste von allen Zwergen, obwohl die Zwerge ein kleines Volk sind. Da er so klein war, konnte er keine Gefährtin für sich finden und war traurig deswegen. Am traurigsten ging es ihm in der Frühlingszeit, im Frühling suchten sich alle Tiere und Vögel einen Partner und waren glücklich. Auch die Zwerge versammelten sich auf dem goldenen Hügel um zu tanzen, zu singen und eine Braut oder einen Bräutigam für sich zu suchen. Lilipo ging nicht zum Tanzen auf dem Hügel, da er der Kleinste war und keine Zwergin mit ihm tanzen wollte. Sein winziges Häuschen stand direkt am Silbersee. In der Mitte des Sees war ein silberner Schimmer, der in vielen Farben schillerte. Lilipo war immer sehr neugierig: "Was könnte dort sein?"

Aber im diesem Frühling ließ ihn dieser Gedanke nicht los: "Warum glitzert es dort so? Von wo kommt das Licht? Ich muss das herausfinden!"

So nahm er sein kleines Ruderboot und ruderte auf die Mitte des Sees. Dann sah der Zwerg, dass das Licht aus der Tiefe des Sees kam. Mehr konnte er nicht sehen. "Aber wie kann ich nur sehen, was dort unten ist? Wie komme ich so tief ins Wasser?", grübelte Lilipo. Er war von diesem Licht wie verzaubert, er musste einfach wissen, was in der Tiefe leuchtete. Am nächsten Tag fing er einen großen Hecht und wollte für sich eine Suppe aus ihm machen.

Der Hecht bat den Zwerg: "Lass mich ins Wasser zurück! Dafür erfülle ich dir einen Wunsch!"

Sofort sprach Lilipo seinen Wunsch: "Du sollst mich auf deinen Rücken mitnehmen und bis zum Grund des Sees bringen. Ich will sehen, woher das Licht aus der Tiefe des Wassers kommt."

"Dein Wunsch wird erfüllt!", versprach der Hecht. Der Zwerg ließ den Hecht ins Wasser und der Fisch wartete mit dem Rücken nach oben auf ihn. Lilipo sprang auf seinen Rücken, der Hecht tauchte in das tiefe Wasser, und ehe der Zwerg es sich versah, war er am Grund des Sees. Dort sah er ein Schloss, das aus den Muscheln gebaut war. Beim Schloss, auf dem Kristall Stuhl saß eine kleine Fee. Die Fee war wunderschön und hatte lange, silberne Haare, die wie die Sonne leuchteten. Sie kämmte ihre Haare, dadurch strahlte das Licht ihrer Haare in alle Richtungen. Die Fee war sehr klein, viel kleiner als Lilipo und das gefiel dem Zwerg besonderes! Auf den ersten Blick verliebte sich Lilipo in die silberhaarige Fee.

"Komm mit mir, liebe Fee, werde meine Gefährtin.", sprach Lilipo die Fee an.

"Liebend gern, aber du musst meinen Vater, den Seegeist, fragen!", antwortete sie. Dann bat Lilipo den Seegeist um seine Tochter, aber der Seegeist stellte ihm eine Bedingung:

"Meine Tochter beleuchtet mit ihren silbernen Haaren den Grund des Sees. Wenn du sie von uns nimmst, bleiben wir im Dunkeln. Bring mir den Großen Diamanten, der sich auf dem höchsten Berg befindet, dann kannst du unsere silberhaarige Fee mitnehmen und der große Diamant wird uns Licht spenden."

Als die Fee das hörte, gab sie Lilipo ein silbernes Haar und sprach: "Es wird schwer, den Diamant zu finden. Nimm mein Haar, es wird dir helfen!"

Lilipo nahm das lange silberne Haar, bedankte sich und versprach bald zurück zur Fee zu kommen und sie zu holen.

So schwamm der Zwerg auf dem Rücken des Hechts zurück. Lilipo fragte einen Adler ihn auf dem Rücken mit zunehmen und auf den höchsten Berg zu bringen. Der Adler sagte:

"Eine große Schlange stiehlt die Eier aus meinem Nest. Bring die Schlange um, dann bringe ich dich auf den Berg."

Da Lilipo ein friedlicher Zwerg war und keine Waffen hatte, überlegte er, wie er die Schlange töten konnte. Dann fiel sein Blick auf das Haar der Fee und er wusste sofort, was er zu tun hatte. Er schmiede aus dem Haar einen kleinen, silbernen Dolch und ging zum Nest des Adlers. Den ganzen Tag und die ganze Nacht saß Lilipo nicht weit von dem Nest in einem Versteck und wartete auf die Schlange. Am zweiten Tag kroch die Schlange zum Nest. Lilipo war so klein, er versteckte sich zwischen zwei Steinen und die Schlange konnte ihn nicht sehen. Schnell zog er seinen silbernen Dolch und schnitt der Schlange den Bauch auf. Die Schlange war auf der Stelle tot.

Wie versprochen brachte der Adler Lilipo auf den Berg. Der Zwerg brauchte fünf Tage um den Diamanten zu finden. Am sechsten Tag fand der Zwerg endlich den Diamanten. Der Diamant war faustgroß und glitzerte wie eine kleine Sonne. Lilipo nahm den Diamanten und brachte ihn zu dem Seegeist. Die Fee kam mit Lilipo und wurde seine Gefährtin. Sie feierten eine Hochzeit, bei dieser Hochzeit tanzten nicht nur Zwerge und Feen, Tiere und Vögel, sondern auch Blumen und Bäume.

So lebten Lilipo und die silberhaarige Fee glücklich zusammen im Häuschen beim Silbersee. In der Nacht musste die Fee ein

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Eingereicht am
07. Dezember 2007

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Ein haariges Lesevergnügen


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