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Tom, der Eskimojunge

© Astrid Krämer


Nicht weit vom Nordpol entfernt, gibt es ein kleines Dorf. Hier lebt Tom mit seinen Eltern und seinen Freunden.
Es ist ein sehr kleines Dorf und alle Hütten sind aus Schnee und Eis gebaut. Wenn sich die Schneekristalle im Sonnenlicht spiegeln, könnte man meinen, es handelt sich um den Palast der Schneekönigin.
Es sah aus, als sei die Zeit hier stehen geblieben. Anstatt Autos gibt es Schlitten, welche von vielen Hunden gezogen werden und nur einmal im Monat landet ein kleines Flugzeug um die Einwohner mit frischen Lebensmitteln zu versorgen.
Die Männer des Dorfes gehen auf die Jagd und die Frauen kümmern sich um den Haushalt. Selbst die Kinder lernen von Klein an, wie man Iglus baut und mit Hundeschlitten umgeht.
Eines von ihnen ist Tom. Er ist allerdings ein sehr vorlauter kleiner Junge, der immer alles besser weiß.
Es vergeht kein Tag, ohne dass Tom mal nichts anstellt. Er und seine beiden Freunde Kai und Michel hatten den anderen Dorfbewohnern schon so manchen Streich gespielt.
Eines Tages nun kamen Fremde in das Dorf und unter ihnen war ein kleines Mädchen, namens Elisa. Elisa war ein sehr liebes Mädchen und im Umgang mit Tieren konnte sie allen noch was vormachen.
Die Kleine besaß ein eigenes Rentier worauf sie ganz besonders stolz war. Für was brauchst du denn ein Rentier?, fragte Tom etwas ärgerlich.
Er ist mein bester Freund und ich kann mich immer auf ihn verlassen, antwortete das Mädchen. Wie kann man nur ein Rentier zum Freund haben?
Und was kann denn dein Rentier? Ich wette es kann nicht mal einen Schlitten ziehen, entgegnete Tom spöttisch.
Michel hatte gleich eine Idee. Wie wär's denn mit einem Wettrennen?
Nun gut sagten die Jungen, wir fahren mit unseren Hundeschlitten bis vor zur ''Eisschmelze'' und wieder zurück. Was sagst du dazu Elisa?
Bis zur Eisschmelze?, fragte Elisa .Na, kneifst du jetzt schon entgegnete Tom. Selbstverständlich nicht, aber um diese Jahreszeit ist so etwas sehr gefährlich. Das Eis könnte brechen und dich ins offene Meer hinaustragen.
So ein Quatsch, meinte Tom! Elisa versuchte es den drei Jungs auszureden, aber leider vergebens.
Sie spotteten nur und machten sich über Elisa lustig. Dann fahren wir eben ohne dich, war die Antwort und machten sich gleich auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, da fuhren Kai und Michel wie vom Blitz getroffen wieder ins Dorf zurück. Elisa rief den beiden zu: Wo ist denn Tom?
Der kommt später riefen die beiden und fuhren weiter. Hier musste etwas passiert sein, dachte sie und machte sich sofort mit ihrem Rentier auf den Weg zur ''Eisschmelze''.
Sie sah schon von weitem, dass ein großer Eisberg eingestürzt war und Tom hilfeschreiend auf einer Eisscholle saß. Das Mädchen überlegte nicht lange und sprang mit ihrem Rentier auf die ins Meer treibende Eisscholle.
Sie nahm Toms Hand und half ihm auf den Rücken des Tieres so gelangen beide Kinder wieder heil zum Ufer. Als sich Tom von seinem Schreck erholt hatte, bedankte er sich bei Elisa.
Jetzt weiß ich was es heißt einen echten Freund zu haben, meinte er und von nun an waren Tom, Elisa und das Rentier unzertrennlich.
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Eingereicht am 21. Mai 2006.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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