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Auch Gespenster haben Angst

© Martina Schallauer


Viele werden sich fragen, wenn sie diesen Titel lesen, wovor haben Gespenster denn Angst. Aber ich kenne hier eine Geschichte, die ich sogleich erzählen möchte:
Ich lebte vor vielen Jahren in einem alten Schloss in England, welches nicht sehr weit von meiner Zahnarztpraxis entfernt war. Meine Arbeit machte mir Spaß und auch abends konnte ich in Ruhe zu Hause entspannen. Es gab keinerlei aufregende Situationen, bis auf einmal.
Da wusste ich wirklich nicht was los war. Die ganze Nacht und auch die darauf folgenden hörte ich schreckliches Gewimmer, doch ich sah niemanden. Dies wurde schon so unerträglich, sodass ich mich entschloss den Grund für diese Unruhen herauszufinden.
Doch dafür musste ich jemanden finden, der mir half.
So gab ich ein Inserat auf, dass ich jemanden in Untermiete nehmen würde. Mein Schloss hatte ja genug Zimmer. Als sich Rosalia meldete, wusste ich, dass sie auf meiner Wellenlänge war. Sie war nämlich sehr interessiert an alten Geistergeschichten und all das Zeug, was sie zum Einziehen mitbrachte….
Und so geschah es bereits am ersten Abend, dass wir beide beim Lesen diese Geräusche wahr nahmen…..Rosalia überredete mich nun, diesen Poltergeist zu fangen. Aber wie kann das funktionieren, wenn man es nicht sehen kann? Daraufhin besorgten wir uns noch einige Bücher über die Gespensterjagd und probierten die beschriebenen Tipps entsprechend aus. Zwar klappte es nicht auf Anhieb, aber mit der alten Decke und Wasserfarbe, die wir als wir das Gespenst gefangen hatten darüber gossen, sahen wir wirklich ein kleines Männchen. Dieses hatte eine ziemlich geschwollene rechte Backe. Da wusste ich es - es hatte Zahnweh; daher auch dieses Gewimmer. Gemeinsam begannen Rosalia und ich auf das Männchen einzureden und es verstand uns sogar. Es war zwar viel Zeichensprache, doch zu guter letzt war es sogar bereit mit uns mitzugehen. Wir führten es in die Zahnarztpraxis, wo ich es behandeln konnte. Au - weia, waren das Beißerchen, doch leider schon ziemlich abgenutzt und schlecht. Also gingen wir gut 2 Wochen lang jeden Tag auf Gespensterjagd. Nach diesen sehr aufregenden Tagen herrschte dann Ruhe in meinem Schloss. Das Männchen hatte kein Zahnweh mehr und musste daher auch nicht mehr wimmern, anders konnten Rosalia und ich sich das nicht erklären. Und auch einige Wochen später stand eine sprechende Katze vor mir, die sich bei mir bedankte, dass sie in Ruhe wieder Mäuse fangen kann. Das Männchen habe die Mäuse immer verjagt.
Nun weiß ich wirklich, dass Gespenster vor Zahnärzten Angst haben ….daher sind sie so ruhig . wie denkt ihr?
Antonia Stahn: Max und Mäxchen. Kindergeschichten für große und kleine Leser. Dr. Ronald Henss Verlag, 2006. ISBN 3-9809336-7-9
Antonia Stahn
Max und Mäxchen
Kindergeschichten für große und kleine Leser

Dr. Ronald Henss Verlag, 2006
Großformat 23cm x 21cm
ISNB 3-9809336-7-9
10,80 Euro



Eingereicht am 04. August 2006.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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