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»»»   Bernd Teuber: Barney Bumkes genialer Plan. Barney, der geborene Einbrecher, hatte schon manches Mal Pech, aber nun hat er einen perfekten Plan, beim dem nichts schiefgehen kann.

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Barney Bumkes genialer Plan

© Bernd Teuber

Barney Bumke war schon als Verbrecher zur Welt gekommen. Als seine Mutter ihn gebar, sagten die Leute: "Er hat ihre Augen, die Nase seines Vaters und vom Arzt die Brieftasche." So ganz entsprach das natürlich nicht der Wahrheit, aber es war auch nicht allzu weit davon entfernt. Barney betätigte sich seit seinem siebzehnten Lebensjahr als Taschendieb und Gelegenheitseinbrecher. Allerdings hatte er bei seinen Raubzügen wenig Glück. Schon mehrmals war er geschnappt worden und im Gefängnis gelandet. Und neulich hatten ein paar dreiste Langfinger sogar seine Wohnung ausgeräumt, als er gerade auf Diebestour war. Doch diesmal würde es anders laufen, davon war Barney überzeugt. Er hatte den perfekten Plan ausgeknobelt. Es konnte gar nichts schiefgehen.

JUWELIER stand in leuchtenden Buchstaben über dem Eingang zu lesen. Goldene Ringe glitzerten im Fenster. Dazwischen lagen teure Uhren, Perlenketten und Edelsteine. Der Laden war geschlossen, das Gitter vor dem Eingang heruntergelassen. Barney Bumke löste sich aus der Dunkelheit. Er blickte vorsichtig nach rechts und links. Dann ging er ein Stück die Straße hinauf, wechselte die Seite und kam zurück. Die Straßenbeleuchtung war spärlich. Manche Stellen lagen in tiefem Dunkel. Barney streifte sich seine schwarzen Lederhandschuhe über. Dann bog er um die Straßenecke, folgte sechzig Meter den Häuserwänden und verschwand ungesehen in einem Hinterhof. Barney hatte das Gelände vorher genau ausgekundschaftet. Er fand sich selbst in tiefster Nacht überall zurecht. Auf der linken Seite befand sich eine Garage. Das Tor war geschlossen. Barney stieg auf eine der Holzkisten, die an der Seite standen, und kletterte auf die Garage. Von dort gelangte er direkt zur Dachluke des Hauptgebäudes. Barney schlug gegen die Scheibe. Das Glas zerbrach mit lautem Klirren. Augenblicklich ging er in die Hocke und lauschte. Als sich nichts rührte, schob er die Hand durch das Fenster und klappte den Riegel zur Seite. Lautlos glitt er durch die Öffnung. Drinnen war alles ruhig. Er zog eine kleine Stablampe aus seiner Jackentasche und leuchtete nach unten. Die Stufen knarrten leise, als Barney die Treppe ins Untergeschoss hinab stieg. Kurz darauf war er im Laden angekommen. Beim Anblick der Schmuckstücke begannen seine Augen zu leuchten. Er zertrümmerte die Glasvitrinen, fischte die Ringe und Uhren heraus, und verstaute sie in einem kleinen Beutel. Nachdem er auch noch einige Goldketten eingesteckt hatte, holte Barney eine Geldbörse aus der Innentasche seiner Jacke hervor. Er hatte sie am Vormittag einem Passanten in der Fußgängerzone geklaut. Es war nicht viel drin. Zehn Euro, fünfundsechzig Cent und ein Personalausweis auf den Namen Friedrich Schäfer. Er legte die Brieftasche auf den Fußboden, direkt unter eine der Vitrinen. Barney lächelte Sein Plan war einfach genial. Die Polizei würde nicht ihn als Einbrecher verdächtigen, sondern diesen Friedrich Schäfer. Er nahm seinen Beutel und verließ den Laden auf demselben Weg, wie er ihn betreten hatte. Eine halbe Stunde später war er wieder in seiner Wohnung und schlief glücklich und zufrieden ein.

Am nächsten Morgen wurde Barney durch das Schrillen der Türglocke geweckt. Schlaftrunken öffnete er. Sein Besucher war ein alter Bekannter: Hauptkommissar Wichert vom Einbruchsdezernat. Mehrmals hatte er Barney schon zu einem längeren Gefängnisaufenthalt verholfen, aber diesmal würde es ihm nicht gelingen. In seiner Begleitung befanden sich zwei Polizeibeamte.

"Na, Barney, haben Sie gestern Abend ein paar Überstunden gemacht?", fragte Wichert mit einem breiten Grinsen.

"Ich weiß gar nicht, wovon Sie reden!", entgegnete Barney gleichgültig.

"Es geht um den Einbruch beim Juwelier Gerlach." "Einbruch? Ich? Aber, Herr Hauptkommissar, Sie wissen doch, dass ich so was nicht mehr mache."

Wichert musterte ihn mit scharfen aufmerksamen Augen: "Und wieso haben wir dann Ihre Fingerabdrücke am Tatort gefunden?"

"Das ist völlig unmöglich! Ich ..." Barney unterbrach sich. Beinahe wäre er Wichert auf den Leim gegangen.

"Was wollten Sie sagen? Dass Sie Handschuhe getragen haben?", beendete der Hauptkommissar den Satz. "Bei dem Einbruch taten Sie das mit Sicherheit, aber nicht, als Sie die Geldbörse gestohlen hatten. Wir brauchten die Abdrücke nur mit der Datenbank abzugleichen. Schließlich sind Sie schon seit Jahren bei uns registriert."

Während Barney noch überrascht dreinschaute, klickten bereits die Handschellen.

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