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Kurzgeschichte Alltag Kurzprosa Geschichte Erzählung short story

Walker

© helene912


Der Frühling wehte den Duft von eben gemähtem Gras in das Schlafzimmer hinauf; er küsste mit der Frische der Morgensonne ihr Gesicht, streichelte ihre Wange mit liebender Leichtigkeit und tauchte ihre Sinne in wohlige Wärme. Noch lächelte sie im Traum, blieben ihre Augen fest verschlossen. Tief sog sie das neue Leben in sich ein, streckte genüsslich die Arme aus dem behütenden Nest der Decken hinaus. Dann lauschte sie.
Es war die Taube, die sie zuerst hörte, ein ruhiges "grruu-grruu" oben auf dem flachen Dach. Noch rauschte kein Baum, denn die Eschen, Buchen und Kastanien vor dem Gebäude waren fast nackt, kleine hellgrüne Knospen blickten hie und da schüchtern in den heller werdenden Tag. Wenn der Wind frech durch das Fenster huschte und ihr sanft das Haar streichelte, hörte sie den Hauch leise, leise, dicht an ihrem Ohr, als ob ihre Mutter da wäre, ihr "Guten Morgen" zuflüsterte. Wie damals! Gar nicht lange her…
Sie wusste, dieser Tag würde schön werden. Sie würde ihn wieder sehen! Ihr Lächeln wuchs in die Breite und gab weiße Zähne frei. Sie sah ihn vor ihren geschlossenen Augen, sein schwarzes, dichtes Haar, seine blau-grauen Augen, und sie lauschte seinem wunderbaren Lachen! Wenn seine Augen lachten, war es um sie geschehen, und sie schmolz dahin wie Butter in der Sonne, ihr Körper, ihr Verstand, ihr Wille, alles war weich, fügsam, fließend.
Ein Wagen fuhr vor. Ein Käfer. Der Klang klappernder Ventile störte einen Spatz, der gerade zu schimpfen angehoben hatte. Er hielt genau unter dem Fenster. Abgasgestank mischte sich in die Brise. Linda öffnete die Augen, als der Lärm einfach nicht aufhören wollte. Sie sah das Abbild des Wagens an der vor vielen Jahren weiß getünchten Zimmerdecke, ein roter Fleck zeigte an, wo er parkte. Es war laut genug, dass kaum ein anderes Geräusch mehr zu hören war; doch Lindas feine Ohren nahmen nicht nur die Wagentür wahr, die geöffnet wurde, und die Schritte; wahrscheinlich ging der Fahrer zum Kiosk! Sie hörte auch das Hecheln eines Hundes - mit der Schnauze an der Fensterscheibe, so stellte sie es sich vor.
Ein anderer Wagen fuhr vorbei, schnell, wahrscheinlich zu schnell für die verkehrsberuhigte Zone.
Linda seufzte. Sie sah auf eine ihrer blonden langen Locken hinab. Sie hatte schönes Haar, das sagten alle. Sogar die Schwester hatte ihr das eingeräumt! Das Schöne an ihr waren das Haar, die Zähne und natürlich ihre Hände. Sie betrachtete skeptisch die blasse Haut an Armen und Brust unter dem alten Nachthemd. Gut, dass er sie nicht sehen konnte!
Am Kiosk konnte sie jedes gesprochene Wort mitverfolgen.
"Eine Schachtel Pralinen, bitte!"
Sie fuhr hoch! Das war er! Das war er doch! Fluchend wünschte sie, sie könnte jetzt aus dem Bett heraus, die schweren grünen Stoffvorhänge an der Gardinenleiste beiseite schieben und ihn sehen! Denn - er war es doch gewesen? Er fuhr einen Käfer? Natürlich, er hatte den Opel verkauft… Für wen holte er Pralinen? Linda hätte gern gerufen - bestimmt war sie gut zu hören vom ersten Stock aus…
Stattdessen hielt sie den Atem an und lauschte, was er wohl noch kaufen würde. Eine Zeitung? Wohlmöglich rauchte er? Das würde sie aber gar nicht mögen! Ganz still lag sie da, den Atem so flach wie möglich, die Augen wieder geschlossen. Was tat er?
"Herr Plück, für wen denn?" Das war die Stimme des Kiosk-Verkäufers, Herrn Salzguts. Er hatte ihre Eltern gekannt. Jetzt sagte er immer, wenn er Linda so in ihrem Bett liegen und auf den Rollstuhl warten sah:
"Ach Kind, das tut mir so leid!" Dabei hatte er nichts mit dem Unfall zu tun gehabt. Er kam nur, weil er ihre Eltern gekannt hatte, sah ab und zu nach ihr und brachte Leckereien. Aus Mitleid eben. Sie hasste es mit heißer Inbrunst! Aber Schwester Tanja hatte ihr gesagt:
"Linda, der Mann meint es gut mit dir! Nimm', was er dir gibt, sag' einfach danke, und gut ist!"
Linda war verbittert. Sie hatte erst vor zwei Wochen ihren vierzehnten Geburtstag hier auf der Station gefeiert, und zwar im Sitzen! Die bescheuerten Ärzte hatten vergessen, ihr zu gratulieren, das musste man sich einmal vorstellen! Schwester Tanja war besser! Und Gustav!
"Für unser Juwel auf der Zwei!" sagte er gerade Herrn Salzgut unten am Kiosk!
"Dass Sie sich da mal nicht vertun, Herr Plück. Sie wollen dabei bleiben? Sie wissen, es ist unkonventionell, und die Kleine ist ja schon recht alt… Was sagt Ihre Gattin denn nun?"
"Moment! Der Wagen läuft… Ich parke ihn eben ein, dann komme ich kurz. Aber nur kurz, habe nicht viel Zeit… Bis gleich!" sagte Gustav.
Linda hatte aufgehört zu atmen. Sie wusste genau, Gustav hatte keinen Hehl aus der Sache gemacht. Aber sie hatte nicht gewusst, dass sie Thema des gesamten Krankenhauses war bis hinunter zum Kiosk! In die Empörung mischte sich allerdings auch das süße Gefühl der geschmeichelten Jungfernseele: "Juwel" hatte er sie genannt! Ihr Herz tat einen Hüpfer mehr in Erinnerung an den Klang seiner Stimme, als er dieses Wort aussprach…
Ja, sie hatte es doch gewusst: Da war etwas zwischen ihnen! Mochte er auch verheiratet sein! Seit einem halben Jahr lag sie nun hier auf der Zwei, und er hatte sie angespornt, sie trainiert, ihr gezeigt, wie die Beine vielleicht doch wieder laufen könnten, sie getröstet, als klar wurde, die Beine wollten nicht…
Die Psychotherapeutin war ein Witz gewesen! Linda hatte das Gefühl, die verkrumpelte alte Höhensonnen-Tante konnte sich gar nicht richtig in sie hinein versetzen! Gustav hatte sie angeschaut und sofort gesagt: "Erzähl' mir jetzt bloß nicht, dir geht' s gut!" Ja, er hatte sie von Anfang an durchschaut! Sie fühlte sich ihm sehr nahe. Aber…
Linda bezweifelte, ob sie je in ihm einen Vater sehen könnte. Nein, er war ihr Freund! Und das war es vielleicht gewesen, das seine Frau dazu bewogen hatte, sie wieder in das Krankenhaus zu bringen. Abgesehen von der Lungenentzündung, die sie sich eingefangen hatte. Aber er wollte sie daheim behalten.
Jetzt dachte sie es zum ersten Mal: Daheim. Sie hatte ja auch sonst nichts mehr. Seit dem Ereignis damals, seither hatte sie hier gelebt, gelitten. Sie hatte niemanden mehr. Sie hatte befürchtet, nun käme sie in ein Heim. Und sie hatte es Gustav gesagt.
Am Kiosk hörte sie Schritte. Die von Gustav, er hatte einen kräftigen, federnden Gang. Aber auch die kleinen trippelnden Schritte eines Tieres, und das Klirren eines Halsbandes oder einer Leine gab ihr Recht.
"Jochen, ja…"
Sie liebte seine Stimme! Sie war rau und doch ganz warm, hatte etwas Weiches, es passte so richtig zum Frühlingsmorgen heute…
Beim Knall der aufgerissenen Tür entfuhr Linda ein kleiner Schrei, und im nächsten Moment herrschte sie die Frau auch schon an:
"Schscht! Leise, Mann!" Sie winkte energisch mit der Hand auf und ab, um jedes Wort, das die augenscheinlich neue Hilfskraft oder Praktikantin sagen könnte, gleich hernieder zu winken…
"… sind uns im Prinzip nicht einig. Und so geht es einfach nicht."
Stille.
"Mist!" fluchte Linda. Was hat er gesagt? Wer ist sich nicht einig?
"Dolles Trostpflaster, Gustav, wirklich! Lass' dich nicht erwischen!"
Und das war es auch schon. Alles andere war im brutalen Aufreißen der grünen Vorhänge, dem Klappern von Tellern und Besteck untergegangen. Böse funkelte Linda die junge Frau an; doch sie sah auch gleich, dass der Schlichtheit im Kopf der Pflegekraft (jaaa, vielleicht war sie da jetzt auch ein wenig ungerecht und versnobt) nicht viel entgegenzusetzen war, jedenfalls nichts Sinnvolles.
"Was soll' s", seufzte sie, "ich werde es jetzt erfahren, er kommt."
Sofort klammerte sich Angst um ihr Herz. Was würde er ihr sagen? Wie sah sie überhaupt aus? Sie hatte weder gefrühstückt, noch war sie gekämmt. Nun hüpfte ihre Seele, in ihrem Inneren tanzte ein Twister zu dem Lovesong auf Platz vier der Charts: Ja, sie war unendlich verliebt! Hastig fingerte sie noch ihre Bürste aus dem Beistelltisch, um wenigstens das, was sie hatte, genügend zur Geltung bringen zu können - wo war ihre Schminktasche?!
Als die Tür aufging und Gustav vor ihr stand - in Zivil mit schwarzer Lederjacke -, da schubste sie doch wieder sein Anblick in einen tiefen Seufzer, und sie hatte sofort alles vergessen, was sie gerade noch begehrlich hatte wissen wollen. Wie automatisch lächelten ihre Lippen verräterisch glücklich, und ihre Augen strahlten, als sie nur "Hi!" hauchen konnte.
Gustav ging auf sie zu, auch er lächelte. Aber es war anders, sie merkte es sofort, und da wusste sie auch schon wieder, was sie als erstes hatte fragen wollen:
"Was geht nicht?"
Gustav hob seine schmalen Brauen, dunkle feine Striche, die ihn aristokratisch wirken ließen. "Guten Morgen vielleicht erstmal?"
Linda errötete, grinste aber mutig:
"Du bist dir nicht einig, hast du gesagt!"
Gustav sah nun etwas verwirrt aus.
"Was meinst du?"
- "Tu nicht so! Unten am Kiosk, du hast dich doch gerade mit Herrn Salzgut unterhalten! Mit Jochen!"
"Hast du gelauscht?!" Gustav sah sehr besorgt aus.
"Gelauscht!" schimpfte Linda aufrecht empört, "Der Kiosk ist genau hier unter dem Fenster, da hört man alles, vor allem am frühen Morgen, wenn hier noch nichts los ist, das weißt du doch! Du tust mir unrecht!"
Ein Niesen drang unter der Jacke des Krankengymnasten hervor. Lindas fragender Gesichtsausdruck sah so verdutzt aus, dass Gustav lächeln musste. Ja, so hatte er die Kleine kennen gelernt: frech, mutig, ehrlich. Er mochte sie. Er holte das kleine Bündel Rauhaardackel aus seiner Jacke und setzte Linda den Welpen behutsam auf das Bett. Sie fühlte ihn nicht, aber als sie ihre Hand nach ihm ausstreckte, leckte er sie ungestüm ab, und es kitzelte sie so, dass sie kiekste. Linda sah Gustav in die blaugrauen Augen, und das Lächeln, das er ihr jetzt schenkte, brannte sich unter ihre Kopfhaut direkt in ihr Gehirn.
"Der ist für dich! Und hier, die Pralinen." sagte Gustav. Und da war es wieder: Er war doch anders heute, sie konnte es förmlich anfassen.
"Gustav, was ist!" Es war keine Frage, es war eine Forderung.
"Es geht nicht." Gustav war auch kein Mensch der Umschweifungen. Es musste gesagt werden; er sagte es.
Linda nahm seine Worte wahr, als kämen sie durch Watte. Wort für Wort wurde seine Stimme leiser, entfernte sich von ihr, als ginge er rückwärts, als würde er kleiner. Ihre eigenen Gedanken wurden dafür lauter, der Top-Ten-Hit drängte sich in ihrem inneren Ohr nahezu auf, als wolle er vertäuben, was nicht gehört werden sollte: Sie würde doch nicht zu Gustav in die Familie kommen, er würde nicht ihr Pflegevater werden; seine Frau habe Bedenken, wie solle er es sagen, Bedenken "entwickelt", es sei ihr zu viel, und als die Lungenentzündung kam, war ihr klar, dass auch die Ehe nicht so lief, wie sie sollte, und dann da noch ein Kind hinein zu zwängen in solch eine Lage, in solch eine Situation, ein Kind, das ja auch sehr viel Aufmerksamkeit beanspruche, das wäre nicht gut, jedenfalls meine das seine Frau. Er, Gustav, fühle sich ganz schlecht dabei, so habe er es jedenfalls nicht geplant.
Linda sah ihn an. Er sah grau aus im Gesicht, als habe er Nächte und Nächte durch gewacht. Eigentlich sollte sie ihn trösten. Wäre da nicht ein merkwürdig drückendes und brennendes Gefühl im eigenen Magen. Sie saßen beide da wie Steine, grotesk und deplaciert. Sie glaubte es nicht wirklich, und da wurde das Gefühl auch ganz steinig, kalt, weniger brennend.
"Das verstehe ich nicht." sagte sie. Sie klang ganz ruhig, es überraschte sie selbst. Gustav sah zusammengefaltet aus, der Kopf schien schwer auf die Brust gedrückt, und er sagte dann nichts mehr. Er zuckte noch mit den Schultern.
"Und was passiert jetzt?" fragte Linda. Sie hatte keine Kraft, Vorwurf in die Frage zu hieven; es klang so sachlich, dass sie sich selbst zurechtwies: "Mein Gott, ich höre mich an, als ob wir hier eine Mathearbeit durchkauen!"
Ja, das war wenigstens Wut gewesen. Aber war sie echt? Linda war sich nicht sicher. Es hatte eher verdutzt geklungen, so als habe man einen Schneemann auf dem Raucherbalkon entdeckt. Sie wusste eigentlich gar nichts mehr.
"Ich war eine Woche bei euch, und das war' s also."
Ihre Stimme versagte beim letzten Wort.
"Ich hätte dich gern bei uns aufgenommen, Linda."
Er stand auf. Er sah sie nicht an. Aber sie sah ihn gehen. Jeden einzelnen Schritt verfolgte sie. Es waren langsame Schritte. Sie wogen ein jeder so unendlich viel. Sie spürte ihre Beine zum ersten Mal wieder, von innen, sie spürte seine Schritte zur Tür, jeden einzelnen, festen, schweren Tritt.
Gleichzeitig lief alles unendlich langsam ab, doch sie fühlte, sie wusste, es ging viel zu schnell! Und doch konnte sie den Lauf der Dinge nicht stoppen, genauso wenig, wie sie selbst wieder laufen könnte… Sie wollte ihn rufen, sie wollte schreien, sie wollte ihm die Augen auskratzen, aber sie wollte ihn auch küssen und trösten, sie wollte ihn fragen, warum? Warum habt ihr mir das angetan? Warum lässt du mich hier? Wo gehst du hin? Nimm' mich mit! … und nichts, absolut gar nichts von alldem tat sie, und nichts kam über ihre Lippen. Sie saß; sie starrte; sie fühlte Steine auf Lippen, Herz und Magen. Und sie hasste ihre Beine!
Eine feuchte Zunge leckte unablässig ihre Hand. Sie hatte sie nicht bemerkt. Als sie dem kleinen braunen Zottelwesen in die schwarz glänzenden Augen schaute, da ging es nicht mehr. Stoßweise keuchender Atem schüttelte ihr dünne Tränen aus den Augen, die dem kleinen Dackel heiß und feucht auf Nase und Ohren tropften.
Sie hörte die Tropfen laut. Sie nahm auch den Wind lauter wahr als zuvor. Und das Gurren der Taube draußen wurde sehr bald vom typischen Motorengeräusch eines Käfers überbrüllt.
Die Schwester kam heute nicht, die Dumme war wieder da. Sie lief nicht, sie stapfte. Dann schaltete sie, ohne groß zu fragen, den Fernseher ein. Der war am lautesten. Nichts war mehr zu hören, als die schrille Stimme vom Wetterfrosch:
"Der Frühling hält Einzug, meine Damen und Herren: Werfen Sie getrost die Regenschirme weg, es wird endlich wärmer, und: Vielleicht gehören sie ja auch zu denen, denen Amor im Frühling ein Pfeil mitten in' s Herz geschossen hat…"
Linda beobachtete das pelzige Wesen auf ihrem Schoß. Sie fühlte seine Wärme. Ihr war entsetzlich kalt!
Nun, sie pfiff auf seine Frau, das wäre nie eine Mutter für sie gewesen! Sie pfiff auf Gustav, das Weichei! Dann warf sie den Hund vom Schoß. Er heulte auf, winselte. Allein würde er es nicht wieder zu ihr hoch schaffen, das Krankenhausbett war zu hoch. Weinend klingelte sie nach der Schwester.
"Ach Gott, der Kleine!" Sie trampelte beflissen herbei. "Habe ich den Fernseher so laut gemacht?"
Linda beobachtete die Dumme, wie sie geschäftig herum rannte, wie sie ihr den Welpen wieder auf das Bett setzte, wie sie den Fernseher ausschaltete.
Als die Stille zurückkehrte, atmete Linda tief durch. Sie schloss die Augen.
"Wann ist Visite?" fragte sie.
"Um zehn." sagte Trampel. "Wir verstecken den Hund."
"Ich will schlafen bis dahin, okay?"
Sie schlief nicht. Sie lauschte. Sie horchte nach innen. Suchte nach dem Gefühl des Frühlingsmorgens. Fand es nicht mehr. Und sie wollte weinen. Um jedes verlorene Gefühl ihres Lebens. Sie betete, es sei das letzte gewesen. Aber sie weinte nicht.
Linda hüllte das kleine Wesen in Decken, damit es nicht gleich wieder entdeckt und von ihr gerissen würde. Unter seinem schwarzen Auge glänzte tatsächlich noch eine Träne, erstarrt zu einer bizarren Salzsäule!
"Es ist, als ob du für mich weinst."
Linda schmeckte den Satz nach, als ob er das Echo einer Empfindung in ihr geweckt hätte. Nachdenklich sah sie ihn an.
"Ich weiß, wie ich dich nenne", sagte sie schließlich, kuschelte sich an ihn und schloss die Augen.
"Ich nenne dich 'Walker'."


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Eingereicht am 26. November 2006.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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