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Eingereicht am
16. März 2007

Alle guten Dinge sind drei

© Hannah Schmider

... unzählige Türen, merkwürdige Gestalten. ... und endlich eine offene Tür.

Langsam begebe ich mich in den von der Sonne durchfluteten Raum, blicke umher und erspähe eine Gestalt. Es ist eine Frau, welche an einer Holzskulptur arbeitet.

Freundlich begrüßen wir uns und im selben Moment höre ich Schritte, welche von draußen her kommen. Ich drehe mich um und erblicke einen älteren Mann, der mir zulächelt.

Das sollte also mein zukünftiger Lehrmeister sein.

Wenige Minuten später habe ich einen Batzen Ton in der Hand und versuche ihn zu einem Quader zu formen.

Meine Hände scheinen sich schnell an diese Art von Arbeit gewähnt zu haben, denn von Minute zu Minute nimmt der Batzen Gestalt an.

Noch völlig in meine Arbeit vertieft hebe ich meinen Kopf und sehe ihn wie er die Treppe hinunterschreitet.

Auch er sieht mich, lächelt mich an und versucht meine Arbeit zu betrachten. Etwas verlegen gehe ich zur Seite und gewähre ihm Einblick.

Dann nimmt er mich an die Hand führt mich in sein neues Reich, beginnt mich zu küssen, zu streicheln, mich auszuziehen ... meine Atmung wird schneller. .. ich spüre meine Erregung. … langsam tastet sich seine Hand zwischen meinen Beinen nach oben und ...

.... er will mir seine neue Wohnung zeigen.

Ich gehe mit ihm und tauche ein in sein Reich. Ein Landhaus. Ein wunderschönes Landhaus.

Er stellt Fragen zu meinem jetzigen Leben ich lasse ihn kosten, werde zur Erzählerin und er zum Zuhörer, bis sich die Rollen schließlich wechseln.

Langsam begebe ich mich wieder ins Atelier und vertiefe mich wieder in meine Arbeit.

Wie schön es ist ihn wiederzusehen, mit ihm zu reden, ihn anzuschauen, denke ich im Geheimen.

Nach vier Stunden stehe ich nun vor meiner fertigen Arbeit. Ich habe einen Quader modelliert, dazu einen Durchbruch gemacht und aus diesem einen Baum herauswachsen lassen --- sieht schön aus, bin zufrieden mit mir.

Ich bedanke mich bei meinem Lehrmeister für die Erfahrung, die er mir heute vermittelt hat - gehe zur Tür hinaus, gehe sie Straße entlang, verabschiede mich auch von ihm, er schaut mich noch ein letztes Mal an und mein Auto braust davon.

Meine Gedanken schweifen während der Fahrt ab, sie fliegen zu ihm.

In diesem Atelier weiterzuarbeiten, mit ihm schöne Sommerabende dort zu verbringen, Sex zu haben und das Leben ein Drittes Mal mit ihm zu genießen ...

Nichts Festes nur ein Abenteuer, denn ein Vogel in Freiheit singt die schönsten Lieder.

Heute hat das Schicksal zugeschlagen, die Wege haben sich ein drittes Mal gekreuzt, wie werden sie wohl weitergehen?

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