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Liebe geht durch den Magen

© Sylvia Thomas


Ein Lachen weckt mich. Ein Lachen von dem ich jede Nacht träume - seit zwanzig Jahren träume. Wie lang liege ich nun schon hier, unfähig mich zu bewegen? Sekunden werden zu Minuten, Minuten zu einer kleinen Ewigkeit. Und ich höre es wieder - DEIN Lachen. Das Lachen, das mich all die Jahre am Leben erhielt, für das es sich lohnte, weiterzuleben.
Wie scharfe Messer bohrt sich IHR Lachen in meine Seele. Ein Lachen, wie es Marylin Monroe ihrem Präsidenten schenkte. Nun bist du ihr Präsident, ihr Beherrscher, ihr Freund, ihr Mann.
Ich liege noch immer in den gestärkten Kissen, möchte mir die Ohren zuhalten, keinen Laut vernehmen, so wie kein Laut meine Kehle mehr verlässt.
Letzte Woche kam ich an - hier in deinem Leben. Ich tat diesen Schritt, um Sicherheit zu bekommen, um mein eigenes Leben wieder zu in die Hände nehmen zu können, um Gewissheit zu erlangen. Ich war mir dessen bewusst, dass du verheiratet sein und nette Kinder dein Leben durcheinander wirbeln könnten. Aber die Hoffnung, dass es auch anders möglich wäre, fand immer einen kleinen Platz in meinem Herzen.
Ich erhebe mich schwerfällig, noch immer höre ich eure Liebe. Ich höre die Verbundenheit, die aus euren Kehlen lachend sprudelt. Ich schiebe die schweren Gardinen nur wenig beiseite - gerade soviel, um euch sehen zu können, badend in einem Pool, der die Größe einer deutschen Badeanstalt bei weitem übersteigt. Selbst nass, sitzt ihre Frisur tadellos, das spitze Lachen hört sich perfekt an, ihre Figur weist keinen Makel auf. Aber es ist nicht sie, deren Anblick mich fesselt. Du bist es, dessen Körper mich noch immer anzieht, selbst jetzt nach zwanzig Jahren. Deine braungebrannte Haut, kennt noch nicht die Fehlbarkeit des Alterns. Deine Haare, aus denen jetzt kleine Bäche über dein Gesicht rinnen, stehen noch immer struppig nach allen Seiten - nicht zu bändigen. Genau wie du.
Die kleine Kaminuhr in meinem Dienstzimmer schlägt sechs Uhr. Zeit für meine Arbeit. Während ich die Uniform eines Dienstmädchens anziehe, denke ich an meine Ankunft vor einer Woche zurück.
Voller Hoffnung, die nur von der Befürchtung, du könntest mich vergessen haben, getrübt wurde, stand ich vor deinem Haus - nein, vor deinem Palast. Aber ich lächelte über diese Erkenntnis. Reichtum war kein Kriterium unserer Liebe.
Die Türglocke - voll und tönend, verriet dir meine Ankunft. Aber nicht du warst es, der mich willkommen hieß. Eine ältere, elegante Frau, zog mich am Ärmel in dein Paradies. Aber es waren keine Sphärenklänge, sondern die ungeduldigen Worte einer Frau, die es gewohnt war, den Ton anzugeben, die ich bei meiner Ankunft vernahm.
"Da sind sie ja endlich. Die Agentur versprach mir, dass sie schon gestern ihren Dienst antreten könnten. Hoffentlich erweisen Sie sich bei der Arbeit als zuverlässiger." Ich lächelte die Frau an, die offensichtlich einem Irrtum unterlag.
"Schon gut, lassen sie uns nicht weiter darüber reden. Wie heißen sie?", fragte mich die Dame.
Ich wies, wie schon tausende Male früher, auf meinen Hals. Die Verletzungen, die jetzt wohlwollend meine langen Haare bedeckten, waren noch immer sichtbar. Narben erklärten schon immer mehr als tausend Worte.
"Oh, sie armes Ding. Sie sind stumm?", bemitleidete mich die ältere Dame, die ich bereits ins Herz geschlossen hatte. Ich nickte. Wozu Mitleid? Also lächelte ich tapfer.
"Na gut, ich zeige ihnen ihr Zimmer und ihren Tätigkeitsbereich." Mit schnellen Schritten folgte ich der Dame. Im Gehen erklärte sie mir: "Ich bin Mrs. Hunter. James ist mein Sohn. Der große Tag ist in vier Wochen. Ich weiß, es klingt, als hätten wir viel Zeit. Aber so ist das nicht. Die Hochzeit muss akribisch vorbereitet werden. Keine Fehler dürfen wir uns leisten. Die Augen der Weltöffentlichkeit werden auf uns ruhen."
In diesem Augenblick zerbröckelte meine lang gehegte Hoffnung in tausend Stücke. Du wolltest heiraten. Doch anstatt umzudrehen und dein Haus fluchtartig zu verlassen, hastete ich noch immer hinter deiner Mutter her. Die Fragmente meiner Hoffnung ließen es trotz allem noch zu, weiter auf ein Wunder zu hoffen. Das Wunder, das du mich sehen würdest, mich erkennst und allen Widerständen zum Trotz wieder zu deiner Geliebten machtest.
Nun ist eine Woche vorbei. Ich arbeite, wie es von mir verlangt wird, als Köchin. Du isst die Mahlzeiten, die ich für dich bereite, du trinkst den Wein, den dir meine Hand reicht. Doch du erkennst mich nicht. Wie solltest du auch? Unsere Liebe wuchs des Nachts im Verborgenen, im Dunkel eines fast unbeleuchteten Kellers, in dem fünfzehn Kriegsweisen und ich Zuflucht vor dem furchtbaren Bombardement der letzten Kriegstage fanden.
Noch immer bekomme ich feuchte Augen, wenn ich an "meine" Kinder denke. Kleine Jungen und Mädchen, verängstigt, unheimlich still, hungernd, elternlos. Ich war noch jung, achtzehn Jahre, doch schon gealtert vor der Zeit - wie so viele Kinder. Wir wären verhungert, wärst du nicht gewesen - der heroische amerikanische Offizier, der in einer fremden Sprache zu uns sprach, der uns Nahrung brachte, an dessen Schulter ich mich das erste Mal geborgen fühlte.
Es waren die zärtlichsten Nächte, die ich erlebte, die intimsten Gespräche, die ich je führte. Uns verband eine Sehnsucht, die unerfüllbar war. Und wir gaben uns Versprechen, die zu halten, unmöglich schien.
Nun stehe ich hier, an einer Spüle mit goldenen Wasserhähnen. Diese Tatsache reizt mich zum Lachen. An mein schweigsames Wesen haben sich alle gewöhnt. Mitleidige Blicke meiner Kollegen fühle ich im Rücken. Ein bekanntes Gefühl, liebgeworden und doch diskriminierend.
Ich höre hinter mir ein Räuspern und mein Herz setzt einen Schlag aus. Ich weiß genau, dass du es bist, der jetzt hinter mir steht. Wieder keimt in mir unsinnige Erwartung, du mögest mich erkennen. Langsam drehe ich mich um. Ich senke nicht den Blick, wie meine Kollegen es tun. Ich schaue in deine Augen, die ich so noch nie sah. Ich stellte mir immer vor, wie du aussehen könntest. Die Wirklichkeit lässt aber meine Hormone mehr in Wallung geraten, als meine Vorstellung es je konnte.
"Sie sind die neue Köchin, nicht wahr?", fragst du mich. Ich nicke.
"Sie können nicht reden?" Wieder mein Nicken. Was willst du nur? Komm doch zur Sache, möchte ich schreien. Erwartungsvoll schaue ich dich an. Ich habe gelernt, meine Mimik als Sprache zu nutzen.
"So, so. Na dann." Du setzt dich an den Küchentisch, an dem sonst nur das Personal zu speisen pflegt. Ich folge dir. Ich weiß, dass es sich für das Personal nicht ziemt, sich so zu verhalten, aber ich bin nicht auf diesen Job angewiesen - nur auf dich. Nickend fordere ich dich auf, zu sprechen. Ich sehe, dass dich etwas bedrückt.
Du streichst dir mit gespreizten Fingern durchs Haar, das sich nicht kämmen lässt. Was führt dich zu mir? Eine Ahnung? Schwerfällig erhebst du dich und erklärst: "Morgen feiere ich mit einigen alten Freunden eine Junggesellenparty. Ich komme selbst, um ihnen zu erklären, wie sie das Essen zubereiten sollen. Meine Mutter und ich schätze auch der Großteil des Personals, wird ihnen ein amerikanisches BBQ nicht erklären können. Aber ich möchte es so. Nichts Aufwendiges, etwas Bodenständiges eben. Sie kennen sich aus mit BBQ`s?" Ich schüttle den Kopf. "Sie sind Amerikanerin?" Wieder schüttle ich den Kopf. "Dann wird es schwierig." Unmengen an Fleisch lagern in einer Tiefkühlzelle, einem Raum, so groß, wie ein kleines Zimmer. Dorthinein führst du mich.
"Hier ist das Rindfleisch, da das Schweinefleisch …." Du erklärst Überflüssiges. Mein Blick gilt nur dir, nicht den Fleischsorten. Und du bemerkst es. "Na gut. Sie scheinen es selbst zu wissen.", stellst du fest. Wir verlassen den Tiefkühlraum. Wieder setzt du dich an den Tisch, nimmst einen Zettel und einen Stift. "Ich schreibe ihnen auf, wie man Hamburger zubereitet." Ich nicke. Ja, tu das. Wenn du nur ein wenig länger hier bleibst, wenn du nur länger mit mir sprichst.
"Wissen sie", beginnst du, "ich habe das Gefühl, dass ich ihnen schon einmal begegnet wäre." Ja, natürlich, schreit mein Herz. "Es erscheint ihnen sicher lächerlich, aber sie haben etwas Bestimmtes an sich, das ich nicht erklären kann." Dann rede nicht soviel, küsse mich, schreit still mein Mund. "Wollen sie wissen, warum ich Lisa heirate?" Nein, ich will wissen, warum du mich nicht erkennst. Dennoch nicke ich, damit dich dieses Gespräch noch länger an diesen Tisch fesselt. "Es sind Geschäfte. Aber davon verstehen sie nichts. Mein Konzern wird mit dem ihres Vaters zu einem führenden des ganzen Landes, was rede ich, nein der ganzen Welt."
Und was ist mit Liebe, fragt mein Blick. "Liebe? Ja, sie sind Köchin. Sie können sich Liebe leisten. Sicher wird irgendwo ein Mann sehnsüchtig auf sie warten, ihnen heiße Liebesschwüre ins Ohr flüstern und mit ihnen eine Familie gründen wollen. Solche romantischen Träume sind nichts für unsereins. Für uns zählt Macht und Geld. Beziehungen sind das A und O." Traurig schaue ich dich an. Keine Liebe empfindest du für dieses perfekte Püppchen? Aber ich wünsche Dir Liebe, so eine Liebe, wie ich sie für dich empfinde.
Meine Hände formen Worte, die du nicht verstehst. Schließlich lasse ich sie schweigen.
"Ja, kleine Köchin, auch ich habe auch Liebe kennen gelernt. Eine Liebe, die mich mein ganzes Leben begleiten wird." Fragend schaue ich dich an. Erkennst du mich jetzt? "Ich erinnere mich an ihre glockenhelle Stimme im Donnerhall der fallenden Bomben, an ihre Haut, die im Dunkel eines Luftschutzkellers leuchtete, an ihre zärtlichen Worte, die sie mir ins Ohr hauchte. Es war das erste und einzige Mal, dass ich mich von einem Menschen verstanden fühlte." Die Erinnerung lässt mir das Blut in den Ohren rauschen. Das bin ich, will ich schreien, doch ich weiß, das nur tierische Laute meinen Mund verlassen würden. Um dich nicht zu erschrecken, schweige ich. Meine Hände fordern dich zum Weiterreden auf.
"Was passiert ist, willst du wissen?" Gleichgültig zuckst du mit den Schultern, doch deine Augen sprechen eine andere Sprache. "Das Übliche für die Zeit. Ich kehrte heim." Ein kurzes, freudloses Lachen. "Ja, wir versprachen uns, dass wir uns suchen und finden würden. Gesucht habe ich, jahrelang. Bis ich herausfand, dass sie tot war, gestorben bei einer Bombardierung. Ja, kleine Köchin, ich liebte den Feind und ich tötete die Liebe. So ist das Leben. Du kennst das alles nicht. Hier ist das Leben leicht. Genieße es, auch wenn es dir nicht immer einfach erscheint." Ich schlucke schwer. Es gelingt mir, meine Tränen zurückzuhalten. Ich würde dich so gern umarmen, dir zeigen, hier bin ich, dein Suchen hat ein Ende. Ich könnte es schreiben, doch wie beschreibt man seine Gefühle für einem Mann, der sich in eine Stimme verliebte?
"Warum erzähle ich dir das eigentlich? Noch niemand hat das von mir gehört." Sinnend schaut er mich an. "Ich weiß es. Weil dieses Geheimnis bei dir bleiben wird. Du wirst nichts vorschnell ausplaudern. Die Presse wird kein Interesse an dir haben." Mein Herz trägt eine tonnenschwere Last. Du erhebst dich, als würde dieses Gewicht auch auf deinen Schultern lasten. Ich schaue dir nach. Deine Schritte sind die eines alten Mannes.
Amerikanisches BBQ. Als deutsche Frau ein typisch amerikanisches Essen zaubern. Davor ist mir nicht bang. Der Anlass jedoch lässt mich schaudern.
Ich erhebe mich. Ich bin hier Köchin und will dich vor deinen Gästen nicht blamieren. Ich gehe in den Tiefkühlraum und beschaue mir den Überfluss. Fleisch durch den Fleischwolf drehen, Hamburger formen, das wird wohl meine Beschäftigung der nächsten Stunden sein. Gut sortiert liegen nun die verschiedensten Fleischsorten vor mir und warten auf ihre Verarbeitung. Mein Herz schlägt schneller, als ich erkenne, dass dies alles schon einmal genauso vor mir lag, damals, als du stolz diese Kostbarkeiten in den Kellerraum brachtest. Und in mir wächst eine aberwitzige Idee. Zehn oder zwölf Personen hast du morgen eingeladen. Sie werden von mir verköstigt werden - nur anders, als du es dir vorgestellt hast.
Meine Hände fühlen sich leicht an, als sie Rindfleisch, Schweinefleisch und Räucherbauch in kleine Würfel schneiden. Vorfreude erfüllt mich, als ich alles mit Salz und Pfeffer gewürzt, anbrate. Danach röste ich Zwiebelringe und brate Hackfleisch an. Alles gebe ich in einen riesigen, glänzenden Topf, verteile Tomatenpaprikastreifen darüber, Erbsen dürfen auch nicht fehlen, Ananas, Curryketchup, Chilisoße und Sahne. Mein Gericht wird noch ein Weilchen in den Backofen müssen. Also stelle ich den großen, glänzenden Topf hinein.
Ich bin das erste Mal seit Jahren glücklich - glücklich, weil ich nicht untätig dem Lauf der Dinge zusehen muss.
Ich lege mich in dein weiches Bett. Es ist nur das Bett deiner Dienstboten, aber immerhin dein Bett. Ich träume von dir, wie ich es seit zwanzig Jahren tue. Ich weiß dich nur ein paar Meter entfernt und doch so unerreichbar weit weg. In meinen Gedanken sitzt du am erleuchteten Pool, sehnst dich nach meiner Liebe, wie ich mich nach deiner. Lächelnd schlafe ich ein. Wieder spüre ich die Hitze deiner Haut auf mir, dein Herz schlägt mit dem meinen im gleichen Takt, unsere Körper bewegen sich im Rhythmus dieser Musik.
Heute ist ein besonderer Tag - ein Tag, der dich vor eine Entscheidung stellen wird. Egal wie sie ausfallen wird, ich weiß, dass ich nicht untätig war. Es ist noch früh am Morgen, doch deine Gäste wollen schon Mittag dein BBQ genießen. Enttäuschen möchte ich niemanden. So eile ich in deine Küche, zu deinen goldenen Wasserhähnen.
Bald wird mein Geschenk zur Junggesellenparty auf deinem Tisch stehen. Ich stelle den riesigen Topf auf den Herd, um die Suppe noch einmal richtig heiß werden zu lassen.
Schnell forme ich noch Hamburger, die ein eigens angestellter Koch auf einem riesigen Grill im Park deines Hauses braten wird.
Heute ist ein besonderer Tag. Meine Dienstmädchenuniform gehe ich schnell ablegen. Ein schlichtes, dunkelgrünes Strickkleid, das mir besonders gut steht, ist genau die richtige Kleidung. Mittag rückt näher. Schon höre ich mehrere männliche Stimmen im Garten, lachende Männer, die dem Alkohol bereits zusprechen. Deine Stimme höre ich heraus. Du klingst glücklich und mich beschleicht ein schlechtes Gewissen. Ist es wirklich richtig, was ich tue? Doch Bedenken haben keinen Platz in diesem Spiel. Es ist ein Spiel - ein Glücksspiel. Alles oder nichts.
Ich binde mir zum letzten Mal eine Schürze um, lege die Verkleidung an und warte, dass du mir die Maske vom Gesicht reißt. Tust du es nicht, werde ich dich, dieses Haus und dieses Land auf nimmer Wiedersehen verlassen. Ich habe Angst vor diesem Augenblick, den ich doch kaum abwarten kann.
Zwei riesige Topflappen schützen meine Hände, als ich den Topf vom Herd nehme. Würziger Duft kriecht in meine Nase, als ich das Essen umrühre und ruft wieder Erinnerungen wach, denen ich mich widerstandslos hingebe. Dienstmädchen tragen mein Gericht zu dir. Es wird nicht lange dauern und ihr werden euer typisch amerikanisches BBQ genießen. Wirst du es auch? Langsam lege ich die Schütze ab, streiche mein Kleid glatt. Ich höre schon draußen Komplimente für meine Küche. Unbekannte Männer loben mich. Ich lehne mich so entspannt wie möglich an die Spüle und erwarte dich. Wirst du kommen? Oder stehe ich hier als Marionette in einem verlorenen Spiel?
Ich höre das Quietschen der Verandatür, noch ehe ich dich sehe. Dann stehst du da, die Sonne im Rücken. Doch ich weiß, dass du es bist. Lange stehst du in der Tür und schaust mich an. Ich habe es nicht eilig, jetzt da ich weiß, dass du mich erkannt hast. Wir schauen uns an - endlos lang. Ich fühle deinen Blick auf meinem Körper, spüre deine Augen auf meiner Haut, als ob kein ausgesuchtes Kleid, meine Nacktheit vor dir verbirgt.
Dann kommst du langsam näher. Aus dem Schatten formt sich dein Körper, aus dem dunklen Schema bildet sich dein Gesicht. Ich sehe deine Augen, in denen verräterisch kleine Tränen schwimmen. Deine Hand berührt meinen Nacken, deine Finger streicheln mein Gesicht, bis dein Mund es ihnen gleich tut. Zwanzig Jahre schrumpfen zusammen zu einem Quantum Nichts.



Eingereicht am 05. Juli 2006.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt.
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