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Eingereicht am
17. April 2007

Liebe auf den ersten Blick

© Sabine Schubert

Als ich ihn sah, mit seinen blauen Augen, den wohlgeformten Lippen und seinem glänzenden dunkelblondem Haar, da war es um mich geschehen. Ich sollte mich nur mit einer Freundin treffen und da stand er neben ihr. Noch nie zuvor hatte ich ihn gesehen, doch er wandte sich um und lächelte. Dieses Lächeln; unbeschreiblich und wunderschön. Plötzlich schien alles auf der Welt nichtig zu sein, nur dieser Augenblick nicht. Dieser Moment bestimmte von nun an mein Leben. Deine Hände möchte ich greifen; mit dir in den Himmel der Liebe fliegen; für immer Dein sein. Doch ich kannte dich doch gar nicht. Was würdest du sagen, wenn du meine Gedanken hören würdest?

Langsam lief ich auf meine beste Freundin und diesen wunderschönen Engel zu. Mein Herz schlug Schritt für Schritt schneller und mein Blick versank in seinen blauen Augen. Neben mir klang die Musik des Rummelplatzes, die diesen Moment meiner Gefühle unterstrich. Wie sollte ich mich ihm vorstellen? Würde es meine Freundin übernehmen? Wahrscheinlich würde ich nach und nach in kleine Patzer treten, so nervös wie ich in diesem Moment war.

Was sollte ich mir einfallen lassen? Ines, streng dich an, du bist gleich da, dachte ich. Nur noch wenige Schritte und ich konnte die Nähe des wunderbaren Mannes immer mehr spüren. Seine Wärme, seine liebevolle Aura und seinen Atemzug. Wie gerne würde ich jetzt seinen Atem an meinem Nacken spüren? Wie dieser lauwarme Wind meine Haut berührt und meine Nackenhaare provoziert. Auf einmal wurde mir warm und kalt zugleich.

Meine Freundin kam lächelnd auf mich zu, gab mir Küsschen und… Nun kam der Augenblick … Der Moment … Wie sollte ich mich nur verhalten? Darüber jetzt nachzudenken war zu spät … "Darf ich dir vorstellen? Das ist meine beste Freundin Ines. Und das ist ein Bekannter von mir - Timo." Ich hielt ihm meine Hand entgegen. Es schien, als würden aus Sekunden Minuten, aus Minuten Stunden und aus Stunden Tage werden, bis er endlich meine Hand ergriff. Kurz blickte ich ihm in die Augen, senkte schnell wieder den Kopf, damit er nicht sah, wie sich mein Gesicht von rosa zu rot färbte. Ich spürte, wie mir die Wärme in mein Gesicht stieg, meine Hände jedoch wurden immer kälter. Schließlich blickte ich wieder auf; er grinste; mein Herz schlug stark; mein Bauch kribbelte. Oh, wie ich dieses Gefühl liebte. Doch danach bekam ich ein Gefühl in den Beinen, dass ich dachte, ich müsse mich festhalten.

Eigentlich hatte ich mir diese Zeit zum Treffen ausgesucht, aber nun wünschte ich mir, mich früher mit ihnen getroffen zu haben. Timo, … ja, Timo … wie eine Melodie in meinen Ohren … wie eine sanfte Sommerbrise streifte dieser Name an meiner Wange vorbei. Obwohl wir uns erst eben kennen lernten, wusste ich, dass wir seelenverwandte waren. Ich verspürte das Bedürfnis ihn zu umarmen, einen sanften Kuss auf seine Wange zu hauchen und ihm zu sagen: "Ich liebe dich."

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