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Was bedeutet Weihnachten ...

© Crow


Weihnachtsgeschichten
unserer Autoren
Schon vor langer, langer Zeit war es geschehen.
Er hatte vergessen was Weihnachten bedeutet, was Freundschaft bedeutet.
Seine Eltern gaben ihm alles was er wollte. Sein Vater, ein reicher Firmenchef hatte nie Zeit für ihn und seine Mutter behandelte ihn wie ein Baby. Dabei war schon 14 Jahre alt.
Dazu muss gesagt sein, dass seine Mutter eine Frau war die nie erwachsen werden wollte und die Kindheit bewahren wollte und so auch die ihres Sohnes.
Sein Vater war das genau Gegenteil und deshalb nicht weniger Schuld an der ganzen Sache. Denn dieser war schon früh erwachsen geworden und liebte die Arbeit und alles was mit dieser zusammenhing.
Seit er sieben Jahre war hatte er keine richtigen Freunde mehr. Doch wusste er nie wieso, die anderen Kinder wussten es ... Sie mochten es nicht, wenn er mit seinen teuren Sachen angab, sie mochten es nicht von ihm ausgelacht zu werden, da sie nicht solche teuren Spielzeuge hatten. Als sprachen sie nicht mehr mit ihm. Spielten nicht, oder fragten ihm etwas. Es machte ihn traurig.
Seine Eltern schickten ihn damals auf ein Internat, auf dem Kinder desselben Standes waren wie er. Wohlerzogen, aus gutem Hause und natürlich stink reich. Doch auch dort wurde es nicht besser, denn er merkte schnell, dass ihn diese Menschen nicht zusagten. Obgleich sie vom gleichen Schlag waren mochte er sie nicht.
So blieb er allein und kam damit zu recht, wollte gar keine Freunde mehr, nicht solche ...
Kai strich sich die schwarzen Haare aus dem Gesicht und ein Seufzer entwich seiner Kehle. Wieder einmal war er allein zu Haus, na ja nicht wirklich allein, denn schließlich gab es da noch die Hausmädchen und andere Bedienstete. Doch für die hatte er sich nie Interessiert.
Seine Eltern waren arbeiten. Wie sie es immer taten, den noch nie haben sie sich in Ruhe zu ihm gesetzt ... Wieder fielen einige schwarze Strähnen in sein Gesicht, doch diesmal ignorierte er sie. Er schloss die Augen um sie kurze Zeit später wieder zu öffnen. Ihm war langweilig, wie so oft, also stand er kurze Hand auf und verlies sein Zimmer. Das ganze Haus roch süßlich, nach Plätzchen, Nüssen und anderen Leckereien. So roch es immer zur Weihnachtszeit. Er mochte den Geruch, doch störte ihm etwas, irgendetwas störte ihn. Er dachte nicht weiter darüber nach, wieso auch?
Seine Schritte führten ihm die große Treppe hinab und in die Eingangshalle.
Sein Blick schweifte das Fenster und sah hinaus, es schneite. Ein lächeln huschte über sein Gesicht. Ja er liebte Schnee, er war so rein so unglaublich rein und unschuldig. Wie es Kinder Auge waren die zum aller ersten Mal aufgeschlagen wurden und nichts bösen sehen konnten, weil sie nichts kannten.
Also zog er sich Schuhe und Jacke an um hinaus zu gehen, er wusste sowieso nicht was er sonst machen sollte.
"Sie wollen Ausgehen, Sir?", fragte eine wohlbekannte Stimme hinter dem Schwarzhaarigen. Es war Heinrich, der Butler und Freund seines Vaters.
"Ja will ich und fragen Sie nicht wann ich wieder komme, dass weis ich noch nicht.", stieß er entnervt hervor.
Ihn störte es dauert gefragt zu werden, dauernd eine Antwort abgeben zu müssen. Er war ein Gefangener, in einem goldenen Käfig wo man ihm Bilder von der Freiheit zeigte um ihn vorzuspielen er besäße sie ... "Ja, Sir", sagte Heinrich nur gleichgültig und ging, genauso schnell wie er gekommen war.
Der 14-Jährige stand immer noch vor der Tür. Er hasste es, er hasste es einfach. Erst interessiert man sich nicht für ihn und im Nächsten Augenblick, so als wäre man ein keines Kind, passte man auf ihn auf. Wie ein Wachhund, so wie seine Mutter ihn dauernd behandelte. In Glück hatte sich der alte Butler an seine Launen gewöhnt und lies ihn allein. Kai mochte ihn ja, mehr oder weniger, doch manchmal...
Er ging hinaus, fing die weißen Schneeflocken, die vom Himmel herab fielen auf und ging über den Hof und auf die Straße.
Er schloss die Augen und lies sich von den Geräuschen der Umgebung führen.
Er kannte die Gegend wie seine Jackentasche, so oft ging er hier entlang.
Als er die Augen wieder öffnete stand er vor einer, aus Messing glänzende Statue. Er hatte ihre Bedeutung vergessen, sie zeigte ein paar fröhlich strahlende Kinder die im Kreis standen. Er versuchte sich zu erinnern, doch gelang es ihm nicht.
Wieder ging er wie von Geisterhand geführt durch die Straßen. An bunten Läden vorbei, an singenden Choren und Bettlern, die als Weihnachtsmann verkleidet waren um ein paar Münzen zu bekommen. Er sah sich die Mensch an die an ihm vorbei liefen, ihre fröhlichen Gesichter, wie sie strahlen und sich freuen.
Wieder wich ein Seufzer über seine Lippen. Er verstand diese Menschen nicht, wieso waren sie so glücklich?
In Gedanken versunken stieß er mir jemanden zusammen und landete rücklings auf dem Schnee bedecken Boden. "Ohh... Tut mir leid, ich habe nicht aufgepasst ...", sagte eine Stimme hastig und ein wenig übereifrige, doch genauso fröhlich und glücklich wie alle anderen Menschen.
"Kannst du nicht Aufpassen wo du hinläufst?", schnauzte Kai, den eigentlich unschuldigen Menschen an.
"Entschuldigung", gab die nun niedergeschlagene Stimme als Antwort, damit hatte sie nicht gerechnet. Der Schwarzhaarig hob den Kopf und sah in zwei grün schimmernde Augen, die ihn niedergeschlagen ansahen. Er hielt den Blick nicht länger stand und stand, die ihm zugesteckte Hand ignorierend, auf.
Das Mädchen beobachtete ihn, doch sagte sie nichts weiter.
Er ging ohne noch einmal zu ihr zu Blicken. Da hörte er ihre Stimme erneut sprechen: "Kannst du mir sagen wo das Haus mit der Nummer 451 ist?"
"Wieso?", sprach er, diesmal ruhiger und entspannter, sie konnte schließlich nichts dafür, dass er heut so mies drauf war. Doch drehte er sich nicht um, blieb nur stehen.
"Ich möchte zu meinen Onkel und habe die Wegbeschreibung verloren.", sie kam auf ihn zu und schaute Kai in die Augen, sie war wieder glücklich.
Ein komisches Mädchen. Aber diese Hausnummer kam ihm bekannt vor ... "Wie heißt den dein Onkel?", fragte er schließlich, es konnte nicht sein, er wohnte im Haus 451.
"Sein Name ist Heinrich, wieso fragst du? Kennst du ihn?" "Ähmm... ja. Er ist mein Butler ...", Nennt man so was nicht Ironie? Er wollte nicht glauben was passiert. Das Mädchen, dessen Name er nicht mal kannte, packte ihm am Arm und lächelte. Sie lächelt einfach.
So ging er mit dem Mädchen zu seinem Haus.
"Wie heißt du eigentlich?", erkundigte sich die Brünette.
"Kai, Kai Hill und wie ist dein Name?", sein Blick war starr und stellte die frage desinteressiert, doch das schien ihr nichts auszumachen.
"Ich heiße Charlotte Birk, du kannst mich Caro nennen. Freut mich dich kennen zu lernen." "Von mir aus. Wir sind da", sie gingen hinein. Kai zog sich seine Jacke und Schuhe aus und schaute nach Charlotte. Die gerade dabei ist das Haus zu bewundern und zu allem ein Kommentar ab zu geben. In Glück hatte sie ihre Sachen ausgezogen.
Kopfschüttelnd strich er sich einige Strähnen aus dem Gesicht.
"HEINRICH!!!", er wollte dieses Mädchen so schnell es geht loswerden.
"Oh Sir ich hätte sie nicht so früh zurück erwartet.", sprach er und kam auf Kai zu.
"Wäre ich auch nicht, wenn ... Wo ist sie denn?"
"Wer, Sir?"
"Ihre Nichte, Charlotte. eben war sie noch hier.", suchend sah er sich um und auf dem Gesicht des Butlers war Freunde zu sehen.
"Oh sie ist schon hier? Ich dachte sie kommt erst nach Weihnachten.
Verzeiht, hat sie Ihnen Umstände bereitet?", fragte er höflich nach, doch konnte er sich die Antwort schon denken.
"Natürlich. Ich hoffe sie stört mich nicht weiter und suchen Sie, sie.", damit verschwand er wieder auf seinem Zimmer.
Ein Blick auf den Kalender sagt ihn, dass morgen Weihnachten war. Das bedeutet Geschenke, na wenigsten etwas. Er setzte sich auf sein Bett und schloss wieder einmal die Augen, ein Klopfen unterbrach seine Gedanken.
"Herein!"
Hinein kam das Brünette Mädchen, die Nichte Heinrichs.
"Möchtest du Plätzen? Sind mit Schokolade!", ein lächeln umspielte ihre Lippen.
"Nein und jetzt raus!", gab er bissig zurück. Konnte man ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Sie jedoch ging nicht, sondern setzte sich auf sein Bett.
"Wieso so gemein? Hab dir doch gar nichts getan!" Eine Weile sagte keiner von ihnen etwas. Bis Caro wieder das Wort ergriff.
"Morgen ist Weihnachten, das Fest der Liebe." "Das Fest der Geschenke wohl eher.", gab er gelangweilt von sich, sie sollte gehen und ihn allein lassen.
"An Weihnachten geht es doch nicht um Geschenke!"
Er verdrehte die Augen. "Und worum dann?"
"Um das Zusammen sein, um Liebe und um Glück und Freundschaft.", sie war schockiert meinte er das etwas ernst?
"Wenn du das glaubst bist du wirklich naiv.", Dieses Mädchen ging ihm auf die Nerven. "Kannst du jetzt gehen? Du nervst, Caro."
"Nein ich kann nicht gehen. Und ich bin nicht naiv.", langsam machte sie Kai wirklich sauer und das war bei ihr sehr selten.
Eine Diskussion zwischen den beiden entbrannte. Charlotte versuchte verzweifelt dem Schwarzhaarigen zu überzeugen, dass dieser Tag, Weihnachten nicht nur um Geschenke geht.
"Deine Eltern lieben dich wohl nicht, wenn du so denkst.", eigentlich meinte sie es nicht böse, doch da hatte sie einen Punkt in Kai getroffen, denn er verdrängt hatte. Diese eine Frage. Liebten seine Eltern ihn? Seine Mutter vielleicht, oder ist das nur ein Phase von ihr? Manchmal kümmert sie sich nur um ihn und dann auf einmal beachtet sie ihn nicht.
"Hmm... ja vielleicht hast du recht...", sein Blick ging zu Boden. Das wollte sie wirklich nicht. "Tut mir Leid, ich wusste ja nicht..."
"Egal, lass gut sein."
"Nein, lass ich nicht, erzähl!" Also erzählte er ihr das er keine Freunde hätte und von seinen Eltern.
Sie hörte sich alles an ohne ihn zu unterbrechen. Als er geendete hatte sprach sie: "Weist du... Ich glaub ich muss dir etwas sagen." "Und was?", sprach er ungewöhnlich lieb und freundlich.
"Wir sind Freunde!", sie strahlte.
"Was?", Überraschung stand in seinem Gesicht.
"Heute ist Weihnachten, das Fest der Liebe!" Sein Blick glitt auf den Wecker, der auf dem Nachtisch stand. In leuchtenden Zahlen stand da: 0.01 Uhr.
Er lachte, es war kein bitteres Lachen, es war ein freundliches, glückliches Lachen.
"Du bist wirklich einzigartig Caro. Gut ich versuche es mit dem "Fest der Liebe"." "JAAA!!!!", sie umarmte ihn herzhaft.
"Gut!", leicht lächelnd lies er die Umarmung über sich ergehen.
"Du solltest jetzt gehen Caro, ich bin müde und dein Onkel macht sich sicher Sorgen."
"Ja, bis morgen, ich mein heute... na ja egal was. Bis dann!", damit ging sie und lies Kai allein.
Das Weihnachtsfest war wie nie zuvor. Kais Eltern feierten mit ihm, Heinrich und allen anderen Angestellten und natürlich Charlotte Weihnachten. Es war Freude und Glück, wie nie zuvor in diesem Haus. Alle lachten, feierten und sangen Lieder.
Es war einfach schön und gemütlich. Sei aßen Plätzen und einen wunderbaren Braten gab es auch. Kai hätte nie gedacht das Weihnachten so schön sein konnte. Dabei war es wie immer nur es hatte sich etwas verändert, er hatte Freunde und seine Familie, es war einfach viel besser. Ja ihm gefiel das Fest der Liebe.
Und so feierten sie nun immer Weihnachten und Kai fand neue Freunde, doch eine Freundin behielt er für immer und das war Caro ...
...
"Danke Caro, du bist wirklich ein Engel ...", Kai sah zum Himmel, der Schnee fiel sacht auf die Erde, Lichter leuchteten überall und man konnte Kinder spielen hören, sie waren fröhlich und so voller Glück, wie es an Weihnachten eben üblich war ... "Du bist lieb ...", sie sank in seine Arme. So viele Weihnachtsfeste hatten sie schon gefeiert, sie waren Erwachsen geworden und aus ihrer Freundschaft war Liebe entsprungen.
"Willst du mich heiraten?", fragte er und grüne Augen sahen ihn an, leichte Tränen hatten sich in ihnen gebildet und die flüsterte ein leises ja ... Weihnachten ... Keiner würde dieses Weihnachtsfest je vergessen.
Und später erzählten sie es ihren Kindern und diese den ihrigen ...


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Eingereicht am 28. Dezember 2006.
Herzlichen Dank an die Autorin / den Autor.
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